Die Reaktion 2

Das wird jetzt wahrscheinlich der letzte Beitrag zum Thema „thinkoutsidethebox“ – Festival. Ich erhielt vor ein paar Tagen eine weitere Email von meiner Kontaktperson aus der Orgagruppe. In dieser, netten und konstruktiven, Email wurde mir erläutert, worin genau die Gründe für meine Ausladung lagen mit dem Hinweis, dass man sich treffen und weiter reden könne. Das ist nett. Weiter unten versuche ich die Punkte kurz zusammenzufassen.
Ich habe auch die Erlaubnis diese Mail zu veröffentlichen was ich aber nicht mache, da zum Verständnis der ganzen Situation die erste Mail ausschlaggebend ist – und die darf ich nicht veröffentlichen. Die Autor*in bat mich noch auf meinem Blog zu erläutern, warum sie mir die Einwilligung zur Veröffentlichung verweigert. Und zwar deshalb, weil sie von einer anderen Gruppe, die sie wegen einem Vortrag angefragt hatte, eine Absagemail mit Zitaten aus ihrer Mail an mich bekommen hatte. Zum Verständnis: die Gruppe die sie anschrieb ist personell mit S1R verquickt. Deshalb wusste die Gruppe auch von der Situation und der Mail.
In der neuen Email war nicht mehr meine Position zu Israel das Problem, die sich laut Aussage der Orgaperson in weiten Teilen mit der der Orgacrew decken würde (komisch nur, dass fast Zweidrittel der Absagemail sich ausschließlich mit meinen Positionen zum Nahost-Konflikt beschäftigen), sondern vor allem eine Zeile aus dem Lied „Kein Respekt“. Da heißt es zum Schluss: „Du fragst dich was mein Ziel denn ist, was ich denn wohl möchte? Mein Ziel ist dich zu hindern deinen Glauben zu verrichten!“ Diese Aussage sei autoritär, denn bei aller Kritik an Glauben könne man nicht hergehen und Leuten ihren persönlichen Glauben verbieten. Nun, da gehe ich d’accord. Aber um den „persönlichen“ Glauben geht es in dem Lied nicht, sondern um Fanatismus und Fundamentalismus (Der Refrain: „Kein Respekt vor Mohammed, kein Respekt vor Christus, bekämpfe deine Scharia und Fanatismus. Dein Glaube ist für suspekt, kenne keine Geister. Du bist für mich wie Abitur, dich werd ich auch noch meistern!“). Ich habe in meiner neuerlichen Antwortmail versucht zu erläutern, warum ich den Vorwurf für unhaltbar halte und es nicht um das Verbot persönlicher Religionsausübung geht. Sondern um die Auswirkungen von Glaubensvorschriften auf Leute, die diese nicht einhalten wollen. Im Prinzip rufe ich zur Intoleranz gegenüber Intoleranz auf. Die Interpretation der Orgacrew bezüglich dieses Textes ist mir wirklich unverständlich denn ich sehe nicht, an welcher Stelle der Text das hergibt. Der Text ist hart und in einem rauhen Ton. Aber das sehe ich als eine Stilfrage an, und keine des Inhalts.
Leider geht die Person nicht konkret auf die Inhalte meiner Antwortmail ein, so das vieles unklar bleibt. Unter anderem etwa, warum Teile meiner Texte rassistisch seien. Das würde ich wirklich gerne wissen.
Weitere Details und Erklärung spare ich mir jetzt, denn dazu müsste ich wie gesagt die komplette Geschichte mit Mails und allem ausbreiten und das geht ja nicht. Wer sich selber ein Bild von den Texten machen will kann sie sich auf diesem Blog angucken. Kommentare sind selbstverständlich auch erwünscht.

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