Tierschutz, Tierschutz über alles auf der Welt.

Heute stieß ich auf diesen Artikel mit dem Titel: „Schweinefleisch in der Halal-Küche“. Demnach wurde das indonesische Traditionsgericht Bakso in einigen Restaurants und Fleischfabriken mit Schweinefleisch „gepanscht“. Eigentlich ist das ja kein so großes Ding, denn wenn Leute Wert auf schweinefleischfreie Nahrung aus religiösen Gründen legen ist das in Ordnung und man kann es dann schon verstehen das es da Wirbel gibt, wenn da gegen bestimmte Riten verstoßen wurde. An sich kein weltbewegendes Ereignis. Indonesien ist mehrheitlich muslimisch und das Muslime kein Schweinefleisch essen ist allgemein bekannt. Der Grund für die Verwendung von Schweinefleisch hat, auch wenig überraschend, wirtschaftliche Gründe, weil das Fleisch vom Schwein derzeit sehr viel billiger zu haben ist als Rindfleisch, das verknappt zu sein scheint. So steht es jedenfalls im Artikel. Als ich dann jedoch den Grund für die Verknappung las und dieser so beiläufig daher geschrieben war, als wenn dass das normalste der Welt ist, habe ich schon ordentlich gestutzt.

Anfang des Jahres hatte Australien ein Exportverbot für Rindfleisch nach Indonesien verhängt, nachdem Tierschutzorganisationen die schlechte Behandlung der Tiere während des Transports und in den indonesischen Schlachthäusern beklagt hatten.

Australische Tierschutzorganisationen beklagen sich über den Umgang mit Schlachtvieh in Indonesien und das hat dann zur Folge, dass ein ganzes Land deswegen mit Rinderboycott belegt wird. Bekloppter gehts ja wohl kaum. Ich bin sowieso erstaunt, wie viel Energie und Empathie bestimmte Menschen in die Sache des Tieres investieren. Erstaunt ist eigentlich das falsche Wort, viel eher bin ich entsetzt zeigt es doch, dass es eine nicht unerhebliche Zahl an Leuten gibt, denen Tiere offenbar deutlich wichtiger sind als Menschen und deren Bedürfnisse, die fast immer höher zu bewerten sind als imaginierte Interessen von Tieren (die objektiv betrachtet keine haben können). Die einzige Ausnahme die ich akzeptieren würde, wäre das Quälen von Tieren aus sadistischen Gründen. Selbst das aus Sicht von Veganern und Tierrechtlern als popellig und profan betrachtete Bedürfnis von Menschen nach billigem Fleisch ist ein legitimes Interesse. Insbesondere für Menschen in Nicht-Industrieländern ist die günstige Verfügbarkeit von Fleisch ein immenser Fortschritt und das dann irgendwelche Gutmenschen aus Ländern wie Australien durch ihre Moral vom Leid des Tieres Fleisch (in diesem Fall von bestimmten Tieren) wieder zum Luxusartikel werden lassen, ist schon starker Topak. Zumal solche Idealisten in der Regel sich keinen Deut um die Menschen in solchen Ländern scheren oder sich zu Themen äußern, die offensichtlich wichtig sind. Das Lady Gaga vor einigen Monaten aufgrund von islamistischen Protesten ihr Konzert in Jakarta absagen musste war dann keine Aufregung wert. Das sind gravierende Ereignisse, nicht die vermeintlich schlechte Behandlung von Schlachtvieh. Wie menschenverachtend diese Tierrechts und -schutz Ideologie ist zeigt sich besonders schön an PETA einer Vereinigung von Menschen die es ihren Eltern wo nie verzeihen werden, dass sie als Menschen und nicht als Tiere auf die Welt gekommen sind.

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