Archiv der Kategorie: Linke Szene

Antizionismus

Es gibt so viele gute Texte zum Thema Judenhass und der versuchten Camouflage modernen Antisemiten durch die Verwendung des Wortes Zionist anstelle von Jude. Sehr viele Menschen haben sich darüber den Kopf zerbrochen und immer und immer wieder auf den Vernichtungsantisemitismus arabischer Provence hingewiesen. Passieren tut aber nichts. Es wird weiter relativiert, Israel als Hort des Bösen stilisiert und den islamistischen Mördertrupps und ihrer „gemäßigten“ Community mit viel Verständnis begegnet. Frei nach dem Motto, wer selber Opfer von Diskrimierungen sein könnte, der kann nichts für sein handeln. Bullshit. Scheiß auf Antisemiten, Antizionisten, egal ob braun, grün, dunkelgrün, schwarz oder rot.

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Alles nur Ironie aka Kunst darf alles

Seit einer Weile auf der mentalen Textproduktions-To-Do-List war ein Text zu den Orsons. Durch die Erkenntnis, dass selbige am 11. Mai 2013 in Dortmund auf einem Jugendcamp, organisiert von Falken und Jusos, spielen, hat sich die Fertigstellung ein ganz klein wenig beschleunigt. Zur Info: In dem Artikel kommen Songzitate der Band vor, die transphop und antisemitisch sind und sexualisierte Gewalt beschreiben. LH2R

So langweilig, wie unglaublich: Die Tatsache, dass es Leute – auch „Künstler“ genannt – gibt, deren Ego scheinbar so viel mentalen Raum einnimmt, dass kein Platz mehr für Vernunft ist. Viel unglaublicher jedoch die Tatsache, dass deren Masche auch noch auf Resonanz stößt. Aus dem Deutsch-Grundkurs ist ihnen scheinbar nur dunkel in Erinnerung geblieben, dass es ein Stilmittel namens „Ironie“ gibt, dass die brauchbare Verwendung von Ironie allerdings intelligente Texte  – und auch nachdenkende Zuhörer*innen – voraussetzt, ist ihnen jedoch entgangen.

Folge: Stumpfe Texte, die im Niveau eindeutig auf einer Ebene mit Haftbefehl rangieren, jedoch durch die Performance der „Künstler“ behaupten irgendwie ironisch (= lustig, aber trotzdem mit guten Inhalten) zu sein.

Dazu bleibt eigentlich nur zu sagen: Ich hab nichts prinzipiell gegen Humor. Nur ist Sexismus nicht lustig. Genauso wenig wie Transphobie, sexualisierte Gewalt und Antisemitismus.

Wovon ich eigentlich rede? Davon, dass eine grottenolm-schlechte Band wie „Die Orsons“ fetten inhaltlichen Müll absondern darf ohne große Konsequenzen. Ach doch, Konsequenzen gibt es: Erfolg. Immerhin ist die Palette der anstehenden Gigs recht bunt: Vom „Workers Youth Festival“ der Falken und Jusos bin hin zum Rock am Ring. Weiterlesen

Zwischen allen Stühlen – Teil II

(Nicht nur) eine Rezension des Buches „Interventionen gegen die deutsche `Beschneidungsdebatte`“ von Zülfukar Cetin; Heinz-Jürgen Voss; Salih Alexander Wolter

Ende 2012 erschien im edition assemblage-Verlag ein Buch zur sog. Beschneidungsdebatte des Sommers 2012. Erst mal eine begrüßenswerte Sache – fehlte in besagter Debatte doch vor allem eins: hörbare sachlich-reflektierte, emanzipatorische Stellungnahmen zum Thema und zur Debatte. Doch die Hoffnung auf eine solche wird mit dem vorliegenden Buch enttäuscht. Weiterlesen

Drop It!

Hier gibt es meinen neuen Track „Ich meine“. Inspiriert durch die Tatsache, dass Talent und gute Inhalte keine Grundvorraussetzung dafür sind, in bestimmten Szenen beliebt und erfolgreich zu sein, entstand dieser Song in den letzten zwei Wochen. Einer der Inspiratoren, namentlich Holger Burner, tritt heute abend im AZ Wuppertal auf. Da kann man nur sagen: Es kommt zusammen, was zusammen gehört. Über diesen Burner ist schon ausführlich berichtet und kritisiert worden, deswegen spare ich mir hier weitere Ausführungen. Zusammen gefasst kann man in etwa sagen: Keine Skillz treffen auf krude Ideologie. Für so jemanden ist das AZ Wuppertal als Hort der Regression eine mehr als geeignete Lokation.

Viel Spaß

 

Die Reaktion 2

Das wird jetzt wahrscheinlich der letzte Beitrag zum Thema „thinkoutsidethebox“ – Festival. Ich erhielt vor ein paar Tagen eine weitere Email von meiner Kontaktperson aus der Orgagruppe. In dieser, netten und konstruktiven, Email wurde mir erläutert, worin genau die Gründe für meine Ausladung lagen mit dem Hinweis, dass man sich treffen und weiter reden könne. Das ist nett. Weiter unten versuche ich die Punkte kurz zusammenzufassen. Weiterlesen

Die Reaktion

An dieser Stelle hätte ich gerne die Mail veröffentlicht, mit der mir die Orgacrew vom „thinkoutsidethebox“ Festival mitgeteilt hat, dass ich nicht willkommen bin. Leider hat mir die betreffende Person ihre Einwilligung zur Veröffentlichung versagt. Selbstverständlich könnte ich auch ohne die Erlaubnis die Mail veröffentlichen, halte das aber für keinen guten Stil. Somit bleibt der Welt leider vorenthalten, mit welcher inhaltlichen Begründung ich ausgeladen wurde. Wie bereits erwähnt, geht es überwiegend um meine Positionen zum Nahost-Konflikt und Israel, die den Macher*innen vom Festival in Köln zu israelsolidarisch waren. Weiterlesen

Party findet statt und ich darf nicht mehr kommen..

„Party findet statt und ich darf nicht mehr kommen, weil ich selber denken möchte und ich bin nicht konform“
So beginnt ein Song von mir, der an dieser Stelle nicht wörtlich gemeint war, sondern die Erfahrung umschreibt sich als offensive*r Befürworter*in der Definitionsmacht in linken Zusammenhängen zu bewegen.
Durchaus wörtlich zu verstehen ist dies allerdings bezüglich des Hip-Hop-Openairs „thinkoutsidethebox“ am 5. Mai im AZ Köln. Bei diesem queer-feministischen Hip-Hop-Festival ist mir das zweite Thema, mit dem man sich in der Linken extrem schnell extrem unbeliebt machen kann, in die Quere gekommen: Meine ausdrückliche Ablehnung von Antisemitismus, auch wenn dieser in Form von Antizionismus und „Befreiungsbewegungen“ daher kommt. Weiterlesen